Warum das Erlernen der Muttersprache für die Entwicklung und Zukunft von Kindern mit Migrationshintergrund entscheidend ist
Wenn Familien in ein anderes Land auswandern, ist eine ihrer größten Sorgen der Umgang mit der „Muttersprache” ihrer Kinder. Hindert das Sprechen der Muttersprache das Erlernen der Zweitsprache?
Quelle: Harvard Graduate School of Education — Immigration Initiative
Einem Bericht der Harvard University zufolge ist das Bewahren der Muttersprache nicht nur kein Hindernis, sondern eines der wertvollsten kognitiven und emotionalen Kapitalien für Kinder mit Migrationshintergrund.
Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse des Harvard-Berichts:
- Stärkung von Identität und seelischer Gesundheit: Das Bewahren der Muttersprache erhält die emotionale Verbindung des Kindes zu seiner Familie und ursprünglichen Kultur und stärkt sein Identitätsgefühl und Selbstvertrauen.
- Förderung von Denkvermögen und Lernfähigkeit: Kinder, die beide Sprachen aktiv nutzen, verfügen über eine höhere Problemlösefähigkeit, kritisches Denken und geistige Flexibilität.
- Unterstützung beim Erlernen der Zweitsprache: Eine solide Grundlage in der Muttersprache erleichtert das Verständnis komplexer Konzepte und beschleunigt das Erlernen der Sprache des Ziellandes.
- Die Rolle von Lehrkräften und Eltern: Lehrkräfte sollten die Zweisprachigkeit der Kinder unterstützen, und Eltern sollten ermutigt werden, zu Hause in ihrer reichen Muttersprache mit ihren Kindern zu sprechen.









Von links: A. Hübner (Landeshauptstadt München), F. Kinugawa-Klühspies, E. Herter, S. Thiel, K. Wagenlehner, M. R. Bagheri, C. Kruse, K. Jakob (SHZ). Foto: SHZ / Landeshauptstadt München

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